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Die Bundespflegekammer wird das oberste Vertretungsorgan der größten Berufsgruppe im Gesundheitswesen sein und als solches die Interessen der geschätzt 1,3 Millionen Pflegenden im Land vertreten. Sie wird die Vertretung aller Landespflegekammern auf Bundesebene sein. Damit nimmt die Selbstverwaltung der beruflich Pflegenden Einfluss auf bundespolitische Themen mit dem Ziel, die Anliegen des Pflegeberufsstandes und die Anliegen der Pflegeempfänger voranzutreiben.

Das ist eine noch nie da gewesene Größe einer Berufsvertretung. Es ist notwendig, dass Pflege in ihrem ganzen Umfang sichtbar und laut wird.

DER GRÜNDUNGSPROZESS DER BUNDES­PFLEGEKAMMER

Der Zeitpunkt zur Gründung einer Bundespflegekammer ist von den Vertretern der Landespflegekammern frei wählbar.

Für den Gründungsprozess der Bundespflegekammer (in Gründung) wird eine „Gründungskonferenz zur Errichtung der Bundespflegekammer“ mit mindestens den Vertretern der bereits vollständig etablierten Kammern (d. h. in Bundesländern in denen es bereits Gesetze zur Errichtung von Pflegekammern gibt) gebildet. Voraussetzung für den Start der Etablierung der Bundespflegekammer ist die Zustimmung der zu diesem Zeitpunkt bestehenden Vertreterversammlungen der Landespflegekammern.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Mit der Novellierung des Heilberufsgesetzes am 17. Dezember 2014, wurde die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz als erste Pflegekammer in Deutschland errichtet. Primäre Aufgabe im Jahr 2015 war der Beginn der Registrierung der Mitglieder sowie die Vorbereitung und Durchführung der ersten Kammerwahl. Seit dem 1. Januar 2016 hat die Kammer ihre Arbeit vollumfänglich aufgenommen und baut die Selbstverwaltung der über 40.000 Pflegefachpersonen in Rheinland-Pfalz analog zu den anderen Heilberufen kontinuierlich auf.

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Niedersachsen

Niedersachsen

Der Grundstein zur Errichtung der Pflegekammer Niedersachsen wurde durch die Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes am 12. Dezember 2016 gelegt. Der Errichtungsausschuss wird sich mit seinen 20 Mitgliedern am 27. März 2017 konstituieren und innerhalb von 12 Monaten die Registrierung der Mitglieder vornehmen sowie die erste Wahl zur Kammerversammlung durchführen. Anschließend nimmt die Kammer im April 2018 die Arbeit für ihre über 70.000 Mitglieder auf.

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Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein wird eine Pflegeberufekammer als berufsständische Vertretung der über 25.000 im Land tätigen Pflegefachpersonen errichtet. Der Landtag hat hierfür am 15. Juli 2015 ein entsprechendes Gesetz verabschiedet. Der Aufbau der Pflegeberufekammer erfolgt durch den Errichtungsausschuss. Dieser besteht aus 26 Personen. Er informiert über den Aufbau und die Aufgaben der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein und registriert die künftigen Kammermitglieder. Diese werden im Frühjahr 2018 ihre Kammerversammlung wählen.

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1300000

Pflegende in Deutschland
- geschätzt

3

Kammern bisher gegründet

über 80 Mio.

Menschen in Deutschland

DIE AUFGABEN EINER GRÜNDUNGS­KONFERENZ

Abschließend sind die konkreten Aufgaben einer Gründungskonferenz von deren Mitgliedern festzulegen. Grundsätzlich sind Aufgaben wie in den vergleichbaren Gründungsprozessen der Landespflegekammern zu gestalten.

01 >>

Erstellung der erforderlichen Grundlagen zum Start der Bundespflegekammer

02 >>

KLÄRUNG VON FRAGESTELLUNGEN ZUR FINANZIERUNG DER BUNDESPFLEGEKAMMER

03 >>

VORDENKEN ORGANISATORISCHER ASPEKTE ZUM STARTBETRIEB DER BUNDESPFLEGEKAMMER

04 >>

BEREITSTELLUNG VON INFORMATIONEN ZU ZIELEN UND STRUKTUREN DER BUNDESPFLEGEKAMMER

05 >>

VORBEREITUNG DER ERSTEN Delegiertenversammlung DER BUNDESPFLEGEKAMMER

Rahmenplanung zur Errichtung einer Pflegekammer auf Bundesebene vorgestellt

Im Rahmen des Pressegesprächs zur Eröffnung des Deutschen Pflegetags 2017 hat sich Kammerpräsident Dr. Markus Mai, im Namen der rheinland-pfälzischen Landespflegekammer, vehement für die Errichtung einer Bundespflegekammer ausgesprochen. Gemeinsam mit anderen Akteuren der Pflege, wie Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats, fordert Mai eine institutionalisierte Interessenvertretung für die Pflegenden auch auf Bundesebene.

Für den Gründungsprozess der Bundespflegekammer (in Gründung) soll, nach Ansicht der Vertreterversammlung der Kammer in Rheinland-Pfalz, eine „Gründungskonferenz zur Errichtung der Bundespflegekammer“ mit mindestens den Vertretern der bereits vollständig etablierten Kammern (d. h. in Bundesländern in denen es bereits Gesetze zur Errichtung von Landespflegekammern gibt) gebildet werden.

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Was Sie noch interessieren könnte!

Literatur und Downloads

Kellnhauser, E. Der Gründungsprozess der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz Vorgehensweise
Registrierung der Mitglieder & Wahl der Vertreterversammlung.
Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover Juli 2016

Landespflegekammer_Leseprobe schlütersche.pdf (1,6 MiB)

Kuhn, A. Die Errichtung einer Pflegekammer in Rheinland-Pfalz:
Der fehlende Baustein zur Professionalisierung? Springer, Heidelberg 2016

Hanika, H. Ihre erfolgreichen Pflegekammern in Deutschland und Europa.
Garanten der pflegerischen Versorgung der Bevölkerung und legitime Selbstverwaltung der professionell Pflegenden Broschiert. Steinbeis-Transfer Institut, Berlin 2015

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK):
Südost, Stimme der Pflege weichgespült, PM vom 9.2.2015 und BAY.ARGE, Pflegekammer oder Pflegering? – BAY.ARGE setzt auf korrekte Information, PM vom 23.11.2015.

Martini, M. Die Pflegekammer - verwaltungspolitische Sinnhaftigkeit und rechtliche Grenzen.
(Schriften zum Gesundheitsrecht). Duncker&Humbold, Berlin 2014

Roßbruch, R.: Zur rechtlichen Zulässigkeit von Pflegekammern unter besonderer Berücksichtigung der Aspekte
Pflichtmitgliedschaft, Versorgungswerk, Aufgabenübertragung sowie deren Sinnhaftigkeit, Pflegerecht, 9/2013, 2013a, S. 530-542.

Kellnhauser, E. Krankenpflegekammern und Professionalisierung der Pflege
Ein internationaler Vergleich mit Prüfung der Übertragbarkeit auf die Bundesrepublik Deutschland.
Ursula Zawada Fachverlag, Düsseldorf 2012.

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